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letzte Änderung: 26.02.2019 18:58:20.

Schwerer Verkehrsunfall mitten in Niederembt am 21.04.2011

Der laute Knall war weithin zu hören und schreckte die Anwohner der Mühlenstraße in Elsdorf-Niederembt am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr aus ihren Häusern.


Foto Monika Schüll www.an-sichts-sachen.de

Mitten im Ort, an der Kreuzung Mühlenstraße-Embestraße-Hochstraße, bot sich ihnen ein erschreckendes Szenario: zwei stark beschädigte, parkende Autos und ein VW-Golf, der auf dem Dach liegend einen total zerstörten Anblick bot, die beiden Insassen offensichtlich schwer verletzt. Die Anwohner leisteten erste Hilfe, aber schnell wurde klar: hier muss schweres Gerät her. Feuerwehren aus Niederembt, Oberembt und Elsdorf waren Minuten später mit zahlreichen Fahrzeugen zur Stelle, ebenso zwei Rettungswagen und zwei Notärzte. Die Polizei sperrte die Mühlenstraße zwischen Kreuzung Neustraße und dem Ortsausgang ab. Die Rettungskräfte unter der Einsatzleitung von Rudolf Niephaus konnten die schwer verletzte Beifahrerin rasch und vorsichtig aus dem völlig demolierten Fahrzeug befreien, auf der Fahrerseite sah es schlimmer aus. Das aus einem Riss im Tank ausgeflossene Benzin, das auch in den Innenraum des Autos geflossen war, machte besondere Vorsicht nötig. Der Notarzt konnte zudem nur noch den Tod des eingeklemmten, 69-jährigen Fahrers aus Königshoven feststellen. Mit hydraulischem Rettungsgerät, Hebekissen und Schaumlöschmittel gingen die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu Werke, bis der Tote geborgen werden konnte.

Er war offensichtlich aus Richtung Kirchherten kommend mit hoher Geschwindigkeit gegen die Verkehrsberuhigungsschwelle vor dem Sportlerheim gefahren, hatte das Schild darauf zerfetzt und war dabei vermutlich abgehoben. 100 Meter weiter prallte er ungebremst gegen die beiden vor dem Transformatorenhaus parkenden PKWs. Ob er sich bereits vorher überschlagen hatte oder durch den Aufprall, ist noch ungeklärt, jedenfalls war er auf dem Dach liegend noch einige Meter weit gerutscht. „Es hörte sich an, als hätte ein LKW eine Ladung Schrott abgekippt" berichtete ein Anwohner und eine Frau, die im Zimmer direkt auf Höhe des Zusammenpralls gesessen hatte, fügte hinzu: „Im Moment hatte ich Angst, jemand fährt mir mitten in mein Wohnzimmer!"

Auch die Besitzer der beiden geparkten Fahrzeuge waren geschockt: „Wir waren erst ein paar Minuten zuvor angekommen, nicht auszudenken, wenn wir noch im Auto gesessen hätten!"

Notärzte und Sanitäter kämpften im Rettungswagen über eine Stunde um das Leben der 67-jährigen Beifahrerin, ein Rettungshubschrauber landete in Höhe des Sportlerheimes auf der Straße und brachte sie schließlich in eine Klinik.

Bis nach 17 Uhr war die Mühlenstraße wegen Aufräumarbeiten gesperrt. An den Rettungskräften war dieser Einsatz nicht spurlos vorübergegangen. Einige waren mit dem tödlich verunglückten Fahrer gut bekannt gewesen. „Ein solch heftiger Unfall mitten im Ort ist ungewöhnlich, da war es Glück, dass es keine weiteren Verletzten unter Anwohnern gegeben hat!" äußerte sich einer von ihnen. „Der Verdacht liegt nahe, dass der Fahrer bereits vor dem Unfall das Bewusstsein verloren hatte!" Das Verkehrskommissariat hat Untersuchungen zum noch ungeklärten Unfallhergang aufgenommen. (mos)

aus Rundblick Elsdorf, 29. April 2011




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